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Besondere Einblicke im Biologieunterricht: Ein Besuch vom Blindenführhund Belux!

Eine besondere Begegnung erlebte die Klasse 6d im Biologieunterricht in der letzten Woche. Unser Schüler Justus berichtet:

Am Montag, den 29.6.26 besuchte uns Frau van Bebber, eine fast komplett erblindete Frau, mit ihrem Blindenführhund Belux im Biologieunterricht der Klasse 6d.

Nachdem wir Frau van Bebber auf dem Schulhof abgeholt hatten, erklärte sie uns, was die Linien auf dem Boden im Eingangsbereich in unserer Schule für Bedeutungen haben und was diese ihr als blinde Person signalisieren. Die Linien haben wir als Schüler*innen vorher nie richtig wahrgenommen.

Nach einer Erklärung zu ihren Hilfsmitteln durften wir u.a. den Blindenstock testen und beobachten, wie sie ihren Hund Belux am speziellen Geschirr führt. Das fanden wir als Sehende sehr spannend. Viele Schüler*innen wollten natürlich einiges über ihren Hund wissen. Wir erfuhren, dass Belux speziell ausgebildet und so trainiert ist, um blinden Menschen zu helfen. Bald geht Belux mit seinen zehn Jahren in Rente und Frau van Bebber erhält dann eine junge, ausgebildete Blindenführhündin. Leider hat Frau van Bebber auch traurige Erfahrungen gemacht. Sie berichtete, dass sie manchmal wegen ihres Hundes nicht in Geschäfte gelassen wird, obwohl ein Gesetz explizit erlaubt, dass blinde Menschen ihren Führhund überall dort mithinnehmen können, wo Menschen sich mit Straßenschuhen bewegen dürfen. Die ganze Klasse war darüber sehr empört und traurig. Auch der Umgang mit ihrem Smartphone und speziell für Blinde abgestimmte Apps waren für uns sehr interessant.

Frau van Bebber gewährte uns darüber hinaus auch viele Einblicke in ihr Familien-, Freizeit- und Berufsleben. So haben wir gelernt, dass ihre Söhne zu Hause alle Gegenstände, insbesondere in der Küche, immer an ihren vorgesehenen Platz zurücklegen müssen, damit ihre Mutter sie findet und dass sie z.B. keine Sportbeutel oder Schuhe herumliegen lassen können.

Am Ende des Besuchs machten wir eine interessante Entdeckung. Wir konnten Belux live bei seiner Arbeit zuschauen: Bevor Frau van Bebber an der Treppe ankam, stoppte ihr Hund, um zu signalisieren, dass sich vor ihr ein Treppenabgang befindet.

Meine Erkenntnis ist, dass es Menschen mit Handicap in Deutschland leider nicht einfach haben. Es liegt an uns, dies zu ändern!

Von Justus Friehe (6d) und Daniela Hagemeyer

Unsere Bohlebots feiern WM-Bronze in Südkorea – Wir gratulieren!

Unsere Bohlebots gehören erneut zur Weltspitze der Robotertechnik – was für ein Triumph!

Ein weiterer großer Erfolg für die Bohlebots, unserer Robotik-AG: Bei der RoboCup-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Incheon sicherte sich das Team „Bohlebots Atlantis“ den dritten Platz in der höchsten RoboCup-Junior-Liga Soccer 2vs2 Vision. Damit gehören unsere Haaner Schülerinnen erneut zu den besten Robotik-Teams der Welt.

Zum erfolgreichen Team gehörten Sarah Böllinghaus, Lisa Stiefel, Sophia Kern, Jill Hoppenhaus und Annika Schmidt. Betreut wurde die Mannschaft von ihrem Coach Roland Stiebel.

Besonders bemerkenswert ist dabei der Turnierverlauf: Gegen den späteren Weltmeister blieben die Bohlebots sowohl in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft als auch während der gesamten Saison ungeschlagen. Erst eine unglückliche Auslosung führte dazu, dass die Bohlebots im Halbfinale auf die eigentlich stärksten Gegner aus China trafen, die das Halbfinale verdient gewannen. Dort endete für die Haanerinnen der Traum vom Finale, bevor sie sich anschließend verdient die Bronzemedaille sicherten.

„Natürlich wäre nach diesem Turnierverlauf sogar noch mehr möglich gewesen“, sagt Coach Roland Stiebel. „Wenn man gegen den späteren Weltmeister während der gesamten Saison kein einziges Spiel verliert, zeigt das, welches Potenzial in unserem Team steckt. Umso stolzer sind wir darauf, erneut zur absoluten Weltspitze zu gehören.“

Dem Erfolg gingen viele Monate intensiver Vorbereitung voraus. Tausende Arbeitsstunden flossen in die Entwicklung der Roboter, die Programmierung der Software, unzählige Testspiele sowie die kontinuierliche Verbesserung von Mechanik, Elektronik und künstlicher Bildverarbeitung. Häufig wurde bis spät in den Abend gearbeitet, um auch kleinste Details zu optimieren.

„Jede einzelne Stunde hat sich gelohnt“, freut sich das Team. „Eine Weltmeisterschaft ist immer etwas Besonderes. Gemeinsam auf diesem Niveau antreten zu dürfen und schließlich mit einer Medaille nach Hause zu kommen, ist ein unvergessliches Erlebnis.“

Neben den Wettkämpfen bot die Reise nach Südkorea den Schülerinnen zahlreiche internationale Begegnungen. Teams aus aller Welt tauschten Ideen aus, knüpften Freundschaften und erlebten gemeinsam die besondere Atmosphäre des RoboCup – ein Wettbewerb, bei dem Technik, Teamgeist und internationale Verständigung gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.

Die Bohlebots bedanken sich herzlich bei ihren zahlreichen Sponsoren und Unterstützern, die die Teilnahme an der Weltmeisterschaft ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus der gesamten Haaner Bevölkerung. Durch die überwältigende Unterstützung und die vielen Spenden im Vorfeld sowie während der Reise konnte die Teilnahme an der Weltmeisterschaft überhaupt erst realisiert werden.

„Wir haben unglaublich viel Zuspruch erfahren“, betont Roland Stiebel. „Diese Unterstützung hat uns nicht nur finanziell geholfen, sondern uns auch während der gesamten Weltmeisterschaft zusätzlich motiviert. Dafür möchten wir uns von Herzen bedanken.“

Mit der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft schreiben die Bohlebots ihre Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fort. Nach zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen zählt die Robotik-AG unseres Gymnasiums weiterhin zu den führenden Nachwuchsteams im internationalen RoboCup und blickt bereits motiviert auf die kommenden Wettbewerbe, wenn auch das jetzt so erfolgreiche Mädchenteam nicht mehr teilnehmen wird, weil die Karriere in einer Schülermannschaft mit dem Abitur endet.

Europa hautnah erleben: Unsere Q1 verabschiedet Stellungnahme zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Achtzig Schüler:innen unserer Jahrgangstufe Q1 schlüpften am vergangenen Donnerstag im Rahmen des Projekts „Simulation des Europäischen Parlaments“ (SimEP) der Jungen Europäischen Föderalist:innen Nordrhein-Westfalen (JEF NRW) für einen Tag in die Rolle eines/einer Europaabgeordneten. Die SimEP drehte sich rund um eine fiktive Stellungnahme des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses des Europäischen Parlaments (SEDE).

Nach einer kurzen Einführung in die Arbeit des EU-Parlaments und das Planspiel wurden die Oberstufenschüler:innen jeweils zufällig einer der Fraktionen zugeteilt, deren Positionen sie für die Dauer der Simulation vertreten mussten. In den Fraktionssitzungen am Vormittag, die von insgesamt neun Teamer:innen der JEF NRW moderiert wurden, arbeiteten sich die Schüler:innen in das Thema und die jeweiligen Positionen zur Stellungnahme des Parlaments ein.

Hauptziel der Fraktionssitzungen war die Ausarbeitung von Änderungsanträgen zum Gesetzesentwurf, die bis 13.30 Uhr beim Präsidium (Spielleitung) der JEF NRW eingereicht werden mussten. Darüber hinaus konnten hier bereits mögliche Kompromisse und Koalitionen zwischen den Abgeordneten ausgehandelt werden, um die jeweiligen Ziele bei den Abstimmungen in der Plenarsitzung am Nachmittag auch durchsetzen zu können. Während des Planspiels setzten sich die Schüler:innen dabei mit Fragen auseinander wie: Braucht es mehr Zusammenarbeit in der europäischen Außenpolitik oder sollte sie weiterhin vor allem auf Ebene der Nationalstaaten geregelt werden? Ist es möglich und sinnvoll, eine gemeinsame europäische Armee aufzubauen? Sollte die Ukraine weiterhin militärisch unterstützt und Mitglied der EU werden?

Um 13.45 Uhr begann die Plenardebatte der Abgeordneten in der Aula unseres Gymnasiums. Hier durften die zuvor in den Sitzungen gewählten Fraktionsvorsitzenden zunächst ein kurzes Eingangsstatement zur allgemeinen Sicht ihrer Gruppe auf den Gesetzesentwurf halten. Im Anschluss wurden die eingereichten Änderungsvorschläge vom vierköpfigen Präsidium der JEF NRW nacheinander zur Debatte und zur Abstimmung gestellt. Ganz am Ende stimmten die Schüler:innen schließlich final über die gesamte Stellungnahme in der geänderten Fassung ab. Nach einem intensiven Schlagabtausch und langen fachlichen und konstruktiven Debatten zwischen den einzelnen Fraktionen hieß es vom Parlamentspräsidenten Jan-Luca Winnen (auch JEF NRW): „Stellungnahme bei 46 Ja-, 34 Nein-Stimmen und keiner Enthaltung angenommen!“

Der Sitzungstag des Europaparlaments in Haan war somit ein voller Erfolg und hat gezeigt: Die Außen- und Sicherheitspolitik der EU ist nicht nur ein hochaktuelles, sondern auch ein sehr vielschichtiges und kontroverses Thema. Unsere achtzig sehr engagierten Schüler:innen konnten dies hautnah erleben und dabei spielerisch ein tieferes Verständnis für die Institutionen und Entscheidungsprozesse der EU aufbauen.

Die Veranstaltung wurde von den JEF NRW mit großzügiger Unterstützung des Kreisverbandes Düsseldorf/Neuss der Europa-Union Deutschland (EUD) und dem Europe Direct Düsseldorf organisiert und durchgeführt.

Ein besonderer Dank gilt auch den Verantwortlichen für die erfolgreiche Kooperation!

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