Auftakt zum regelmäßigen gemeinsamen Lesen am Gymnasium Haan
Am Montag, den 14.09. war es soweit: In der ersten Stunde fand für alle Schüler*innen der Klassen 5-10 des Gymnasiums Haan die erste „Rollende Lesestunde“ statt – 45 Minuten stilles Lesen im Klassenverband – unabhängig davon, welches Fach auf dem Stundenplan stand. So wurde z. B. auch von drei Klassen eifrig in der Sporthalle gelesen. Diese Form der Leseförderung soll regelmäßig Zeit zum Lesen schenken und die Freude an Büchern wecken – ganz nach dem Motto des Schriftstellers Aldous Huxley: „Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu ungeträumten Möglichkeiten.“
Die Förderung der Lesekompetenz als ein übergeordnetes Bildungsziel wird mit Bedacht aus dem Fach Deutsch herausgelöst und durch die Organisationsform des „Rollens“ durch die Stundenpläne auf alle Fächer verteilt. So findet die Lesestunde das erste Mal am 14.09. am Montag in der 1. Stunde statt, das zweite Mal am Dienstag, den 22.09. in der 1. Stunde, bis sie am 11.06.2027 am Freitag in der 6. Stunde ankommt. – Dann geht es wieder mit der ersten Stunde am Montag weiter.
Mit der Rollenden Lesestunde, die die Lehrkräfte Carmen Ronto und Lars Tristram-Resztat initiiert haben, wird am Gymnasium Haan nicht nur das generelle Ziel verfolgt, die Leseförderung in allen Klassen zu stärken, indem die wöchentliche Lesezeit erhöht wird, sondern über das vertiefte Lesen längerer Texte sollen die Mindeststandards im Lesen flächendeckend gesichert und der Optimalstandard in der Lesekompetenz erhöht werden. Besonders wichtig ist es jedoch, vor allem die Motivation und den Spaß am Lesen zu steigern, auch indem ein Austausch über Leseerfahrungen ermöglicht wird.
Als motivierenden Einstieg haben alle Schüler*innen zu Beginn des Schuljahres ein Lesezeichen mit allen wichtigen Informationen und den Terminen der jeweiligen Lesestunden erhalten, das sie in ihr Buch, das sie eigenständig und selbst ausgewählt zur Lesestunde mitbringen, hineinlegen.
Die Klasse 8c gehörte zu den drei Klassen, die in der Sporthalle ihre erste „Rollende Lesestunde“ erlebten. Vor Beginn des Lesens wurden Matten zum bequemeren Sitzen ausgelegt und dann ging es auch schon los, es wurde fleißig und still gelesen. Anschließend bezeichneten Antonia Wolf und Sarah Walterscheid die Einführung der Lesestunde als „sinnvoll“, da man laut Antonia „wegen der Ablenkungen durch Handy, Tablet und Fernsehen kaum noch zum Lesen kommt“, und Sarah ergänzt: „Viele kommen zu Hause nicht zum Lesen, es ist eigentlich die einzige richtige Gelegenheit.“ Das Lesen ausgerechnet in der Sporthalle kommentiert Sofia Arefjev wie folgt: „Es war auf jeden Fall eine Abwechslung und an sich sinnvoll, da man zu Hause weniger liest wegen der Ablenkungen, aber an Tischen wäre es besser gewesen, weil man sich z. B. nicht so den Nacken verrenkt.“ Als Vorschlag für die kommenden Lesestunden, die ja nun durch den Stundenplan wandern werden, formuliert Lina Wolters: „Vielleicht könnte in einzelnen Stunden jemand etwas aus seinem Buch vorlesen.“
Der erste Versuch in der Sporthalle hat funktioniert und für die kommenden Stunden gibt es sicher Entwicklungsmöglichkeiten, die individuell in den Klassen umgesetzt werden können.